Für den extragenitalen Lichen sclerosus stehen bei therapierefraktären Verläufen nur begrenzte Optionen zur Verfügung. Berichtet werden zwei Patientinnen mit deutlicher Besserung unter GLP-1-basierter Therapie. Bei einer Patientin mit überlappender Morphea und extragenitalem Lichen sclerosus kam es unter Tirzepatid innerhalb von zwölf Monaten zu einer nahezu vollständigen Rückbildung der aktiven Läsionen. Bei der zweiten Patientin besserte sich der extragenitale Lichen sclerosus unter Semaglutid bereits nach vier Monaten und war nach zwölf Monaten vollständig abgeheilt; auch der genitale Befund besserte sich. Als mögliche Mechanismen diskutieren die Autoren antiinflammatorische und antifibrotische Effekte der GLP-1-Rezeptoragonisten. Die beiden Fälle liefern damit einen interessanten Hinweis auf einen potenziell nicht immunsuppressiven Therapieansatz, bedürfen jedoch der Bestätigung in prospektiven Studien.
Quelle:
JAMA Dermatology http://doi.org/10.1001/jamadermatol.2026.0476
GLP-1 Receptor Agonist Therapy in Patients With Extragenital Lichen Sclerosus.
Joshua Prenner, Kathryn Rentfro, Ruth Ann Vleugels, Neda Shahriari.
GLP-1-Rezeptoragonisten als möglicher neuer Therapieansatz beim extragenitalen Lichen sclerosus (NEWSBLOG 2026)
Zuletzt geändert von Thomas Brinkmeier am 2026/08/28 06:11