Barrierefunktion der Haut

Zuletzt geändert von Thomas Brinkmeier am 2019/02/02 18:13

Barrierefunktion der Haut

Allg: Das Integument wirkt als physikochemische Barriere. Die wichtigste Komponente stellt dabei das Stratum corneum dar. Transkutane Absorption ist wahrscheinlich nur von Substanzen mit einem Molekulargewicht < 500 Dalton möglich.

Lit: Exp Dermatol 2000; 9: 165-9

Eig: - mechanische Barrierefunktion (v. a. Stratum corneum)

- niedriger pH-Wert der Haut von ca. 5,5

- Oberflächenfilm

Inh: Lipide, freie Fettsäuren, Lysozym, Immunglobuline (insbes. sekretorisches IgA aus den Hautanhangsdrüsen)

- symbiontische/residente Keimflora

Err: - Staph. epidermidis

- Corynebakterien

- Propionibakterien

- Pityrosporum ovale/Malassezia furfur

- Mikrokokken

- einzelne gramnegative Bakterien

Bsp: Acinetobacter

PPh: Einwirkung von Wasser:

EM: partielle Zerstörung des Stratum corneum, Veränderungen der interzellulären lamellären Bilayers bereits 2 h nach Exposition, "roll-up" der interzellulären Bilayers nach 6 h, ausgeprägte Dissoziation der Korneozyten nach 24 h, Bildung von amorphem interzellulärem Lipid

Lit: J Invest Dermatol 1999; 113: 960-6

Int: Verlängerter Hautkontakt mit Wasser scheint damit für die Barrierefunktion der Haut ähnlich schädlich zu sein wie Hautkontakt mit oberflächenaktiven Substanzen. Ferner wird die Permeabilität und Anfälligkeit der Haut gegenüber Irritanzien erhöht.

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Erstellt von Thomas Brinkmeier am 2019/02/02 16:18
  

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