ELASTOFIBROM
ELASTOFIBROM
Syn: Elastofibroma dorsi, subskapuläres Elastofibrom
Engl: Elastofibroma
Def: Gutartiger, reaktiver oder neoplastischer Weichteiltumor aus elastischen Fasern, Kollagen und Fettgewebe, typischerweise subskapulär lokalisiert
Histr: Erstbeschreibung 1961 durch Jarvi und Saxén, seither v. a. im geriatrischen Kollektiv dokumentiert
Vork: Bis zu 2 % Prävalenz bei älteren Patienten (> 60 Jahre), häufige Inzidenz auf Okinawa (Japan), leicht weibliche Dominanz
Ät: Unklar, diskutiert werden wiederholte mechanische Reize (z. B. Schulterbewegung) oder klonale Entartung mesenchymaler Zellen
Pg: Proliferation elastischer und kollagener Fasern mit Einschluss von Fettzellen, häufig asymmetrisches Wachstum, nicht invasiv
KL: Lokalisiertes Druck- oder Spannungsgefühl subskapulär, bei größeren Tumoren tastbare Resistenz oder Bewegungseinschränkung
Lok: Beidseits subskapulär (zwischen M. latissimus dorsi und M. thoracicus externus), seltener in Glutealregion, Inguinalregion oder Händen
Di: Bildgebung (CT, MRT) mit typischem alternierenden Fett-Weichteilmuster, histologische Sicherung bei unklarem Befund oder wachsender Läsion
Hi: Unregelmäßige elastische Fasern (eosinophil, fragmentiert), gemischt mit dichtem Kollagen und Fettzellen, keine Atypien, keine Mitosen
DD: Lipom, fibröses Histiozytom, Weichteilsarkom, noduläre Fasziitis, fibromatöse Pseudotumoren
Prog: Benigne, keine maligne Entartung bekannt, langsames Wachstum, Rezidive nach Exzision selten
Th: Keine Therapie bei asymptomatischen Befunden, chirurgische Exzision bei Beschwerden oder funktioneller Beeinträchtigung