Kraterförmige Morphologie als möglicher Prädiktor für das Ansprechen auf intraläsionales Methotrexat bei keratinozytären Tumoren (NEWSBLOG 2026)

Zuletzt geändert von Thomas Brinkmeier am 2026/08/18 08:13

Kraterförmige Morphologie als möglicher Prädiktor für das Ansprechen auf intraläsionales Methotrexat bei keratinozytären Tumoren (NEWSBLOG 2026)

Die Abgrenzung zwischen Keratoakanthom und kutanem Plattenepithelkarzinom (cSCC) kann insbesondere bei kraterförmigen keratinozytären Tumoren aufgrund klinischer und histopathologischer Überschneidungen schwierig sein. Eine retrospektive monozentrische Fallserie untersuchte deshalb bei 33 Patienten im mittleren Alter von 78 Jahren, ob die klinische Morphologie das Ansprechen auf intraläsionales Methotrexat (ilMTX) möglicherweise besser vorhersagt als die histologische Klassifikation. Bei 20 der 33 behandelten Tumoren wurde nach durchschnittlich 4,5 Injektionen eine vollständige Rückbildung erreicht. Besonders deutlich war der Unterschied in Abhängigkeit von der klinischen Morphologie: Symmetrische kraterförmige Tumoren sprachen in 85 % der Fälle vollständig an, nicht kraterförmige Tumoren dagegen nur in 23,1 % (p < 0,001). Weder die Tumorgröße noch der histologische Subtyp waren signifikant mit dem Therapieergebnis assoziiert. Die beobachteten Nebenwirkungen waren mild und reversibel. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass eine symmetrische kraterförmige Morphologie ein einfach erkennbarer klinischer Hinweis auf ein gutes Ansprechen auf intraläsionales Methotrexat sein könnte. Dies könnte insbesondere bei klinisch-histopathologisch schwer einzuordnenden keratinozytären Tumoren für die Therapieentscheidung relevant sein. Aufgrund der kleinen retrospektiven Fallserie sollte daraus jedoch noch keine generelle Gleichwertigkeit von ilMTX und chirurgischer Therapie abgeleitet werden.

Quelle:

Clin Exp Dermatol. 2026 Mar 16. http://doi.org/10.1093/ced/llag119

Intralesional methotrexate for crateriform and non-crateriform keratinocytic tumors: a retrospective case series of 33 patients.

López Sanz P, Escario Travesedo E, Àngel Baldó J, Grau Salvat C, Faure IG, Azón Masoliver A.

Erstellt von Thomas Brinkmeier am 2026/08/15 16:37
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